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Rassismus 70 Jahre nach Kriegsende


Foto: Vladimir Rodionov / Владимир Родионов

Vor 70 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Der wahrscheinlich verheerendste Kriege in der Geschichte. Über 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon 6 Millionen europäische Juden und 26 Millionen Tote auf sowjetischer Seite. Die Sowjet Union hatte als alliierte der Westmächte maßgebliche zur Befreiung Deutschlands von dem nationalsozialistischem Regime beigetragen und vermutlich den höchsten Preis unter den Alliierten bezahlt.

Bundeskanzlerin in Moskau

An diesem Sonntag reiste Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Moskau und gedachte dort gemeinsam mit Russlands Präsident Wladimir Putin der sowjetischen Kriegsopfer. Die Spannungen aufgrund der Ukraine-Krise waren jedoch weiterhin spürbar. Am 9. Mai endete der Krieg in Europa, doch sollte nie in Vergessenheit geraten. Was passiert jedoch wenn alle Zeitzeugen verstorben sind?

Menschenrechtsorganisationen über derzeitige Situation in der Bundesrepublik

Der Anti-Rassismus-Ausschuss der UNO in Genf kritisierte die Stigmatisierung von Minderheiten und den sogenannten Alltagsrassismus in Deutschland. Das Deutsche Institut für Menschenrechte erklärte, das die Pegida-Demonstrationen deutlich gemacht hätten, dass „Rassismus sich nicht nur in rechtsextremen Milieus, sondern in der gesamten Gesellschaft findet.“

Unter anderem werfen Menschenrechtsorganisationen der Bundespolizei Racial Profiling vor. Dabei soll die Polizei bei Kontrollen in Zügen verstärkt Menschen wegen ihrer Hautfarbe herausgreifen. Dies würde gegen das Diskriminierungsverbot der UNO-Konvention verstoßen. Solche Praktiken würden laut Amnesty International nicht nur das Vertrauen ethnischer Minderheiten in die deutsche Polizei untergraben, sondern würde zudem auch bei denjenigen, die solche Kontrollen beobachten, Vorurteile gegen diese Minderheiten verstärken. Die Bundesregierung bestreitet in ihrem Staatenbericht jedoch, dass die Polizei systematisch Racial Profiling betreiben würde. Menschenrechtsgruppen bemängeln auch, dass Menschen mit ausländischen Namen im deutschen Wohnungsmarkt schwer zu kämpfen hätten.

Kein Vergessen

Es ist wichtig, dass auch 70 Jahre nach Kriegsende die Menschen nicht vergessen, zu welchen Katastrophen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit führen können. Diese Phänomene in der Gesellschaft dürfen nicht unbeachtet bleiben und es muss ihnen entgegengewirkt werden.


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