Gesetz in Frankreich: Verwertbare Lebensmittel dürfen nicht auf den Müll

In Supermärkten bleiben viele Lebensmittel unverkauft und werden daher in den meisten Fällen weggeworfen. In Frankreich wird deshalb die Pflicht eingeführt, verwertbare Lebensmittel zu spenden oder weiterzuverarbeiten. Diese Regelung wurde in der Nationalversammlung in Paris einstimmig verabschiedet. Nun dürfen französische Supermärkten unverkaufte Lebensmittel nicht einfach wegwerfen. Künftig müssen diese gespendet, kompostiert oder als Tierfutter verwendet werden. Große Märkte sollen für diesen Zweck mit karitativen Organisationen zusammenarbeiten. Auf diese weise wollen Regierung und Parlament die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen und die jährlichen Lebensmittelabfälle im Gesamtwert von bis zu 20 Milliarden Euro (30 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf) bis zum Jahr 2025 um 50 Prozent reduzieren. Während Umweltorganisationen diesen Schritt begrüßen und als … weiterlesen

Reaktionen auf den neuen Bahnstreik

GDL-Streik

Eine Woche seit dem Ende des jüngsten und bislang längsten Bahnstreik der Lockführer ist vergangen. Nun kündigt die Lokführergewerkschaft GDL einen neuen Ausstand bei der Bahn an. Dies stößt in der Bevölkerung nicht nur auf Zustimmung; im Netz lassen sich viele wütende Kommentare von aufgebrachten Nutzern lesen, die nur wenig bis kein Verständnis für dieses legitime Druckmittel von Gewerkschaften aufbringen. Doch auch die Streiks der Piloten, Erzieher und Briefträger haben in der Gesellschaft für Aufregung gesorgt. Allerdings richtet sich diese Aufregung meistens gegen die falschen Leute: nämlich gegen Arbeitnehmer, die ihr Arbeitsverhältnis verbessern wollen und eigentlich mit der Solidarität aus der breiten Bevölkerung rechnen sollten. Einseitige Schuldzuweisung Die Schuld für … weiterlesen

Rassismus 70 Jahre nach Kriegsende

Fotorechte: Vladimir Rodionov / Владимир Родионов (RIA Novosti archive, image #186607, http://visualrian.ru/ru/site/gallery/#186607).

Foto: Vladimir Rodionov / Владимир Родионов Vor 70 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Der wahrscheinlich verheerendste Kriege in der Geschichte. Über 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon 6 Millionen europäische Juden und 26 Millionen Tote auf sowjetischer Seite. Die Sowjet Union hatte als alliierte der Westmächte maßgebliche zur Befreiung Deutschlands von dem nationalsozialistischem Regime beigetragen und vermutlich den höchsten Preis unter den Alliierten bezahlt. Bundeskanzlerin in Moskau An diesem Sonntag reiste Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Moskau und gedachte dort gemeinsam mit Russlands Präsident Wladimir Putin der sowjetischen Kriegsopfer. Die Spannungen aufgrund der Ukraine-Krise waren jedoch weiterhin spürbar. Am 9. Mai endete der Krieg in Europa, doch sollte nie … weiterlesen

Über 400 Hinrichtungen im Iran seit Anfang 2015

Starke Verletzungen von Menschenrechten im Iran. Mindestens 406 Menschen wurden durch Hängen in diesem Jahr hingerichtet. Allein im Mai wurden 31 öffentliche Hinrichtungen im Iran durchgeführt. Schwere Menschenrechtsverletzungen sind im Iran an der Tagesordnung, auch während die Nukleargespräche mit dem Westen andauern. Keine Änderung unter Rohani Seit der Wahl von Hassan Rohani zum Präsidenten des Irans hat sich an der Praxis der Hinrichtung im Iran nichts verändert. Laut oppositionellen Quellen wurden im Iran mindestens 406 Menschen seit Anfang 2015 hingerichtet. Kaum Protest auf internationaler Ebene Mit der öffentlichen Massenhängung von sechs Menschen am 6. Mai stieg die Zahl der Hinrichtungen allein im Mai 2015 auf 31. Auf internationaler Ebene kam … weiterlesen

# Justice for Farinaz

Farinaz Khosravani Farinaz Khosravani. JPG

Ausschreitungen in Mahabad Nach dem Tod von Farinaz Khosravani kam es zu schweren Ausschreitungen in der kurdischen Stadt Mahabad im Nordwesten des Irans. Demonstrationen nach einer versuchten Vergewaltigung durch einen Beamten Die Demonstrationen in Mahabad, der heimlichen kurdischen Hauptstadt im Iran, dauern weiterhin an. Auslöser war der Tod der 25-jährigen Farinaz Khosravani. Das Zimmermädchen war laut Angaben des Bürgermeisterbüros in Mahabad aus dem vierten Stockwerk des Tara-Hotels gestürzt, als sie Zuflucht vor einem Staatsbeamten suchte, der sie mutmaßlich vergewaltigen wollte. Der Hotelbesitzer soll dem Beamten dabei alles ermöglicht haben, um im Gegenzug einen fünften Stern für das Hotel zu erhalten. Schwere Ausschreitungen Die aufgebrachte Bevölkerung der Stadt hat sich am … weiterlesen