Studie zeigt Tendenz der amerikanischen Demokratie zu einer Oligarchie


Die Vereinigten Staaten nehmen immer mehr Züge einer Oligarchie an. Dies ergab eine Studie der beiden Politikwissenschaftler Benjamin I. Page, Professor an der Northwestern University, und Martin Gilens, Professor an der Princton University.

Laut Gilens und Page sei die US-Regierung in den letzten Jahren immer mehr in den Einfluss einer wirtschaftlichen Elite geraten. Für ihre Studie, „Testing Theories of American Politics: Elites, Interest Groups, and Average Citizens“ (veröffentlicht im September 2014) untersuchten die beiden Politikwissenschaftler rund 1.800 politische Entscheidungen der Jahre zwischen 1981 und 2002 und kamen zu dem Ergebnis, dass diese Entscheidungen immer mehr zu Gunsten der reichsten 10% der amerikanischen Bürger gefällt worden seien und dass diese Tendenz noch weiter zugenommen habe. Diese Entwicklung zeige sich sowohl bei der Regierungszeit der Partei der Republikaner als auch der Demokraten. Weiterhin sagen Gilens und Page, dass der Einfluss der Zivilgesellschaften auf politische Entscheidungen kaum bis gar nicht vorhanden sei. Doch zumindest sehen die Politikwissenschaftler einen kleinen Hoffnungsschimmer: Immer mehr Bürger in den Vereinigten Staaten scheinen diese Realität wahrzunehmen und zu kritisieren.


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